IFRA

IFRA Kategorie 4 verstehen

Was IFRA Kategorie 4 bedeutet, warum sie für Eau de Parfum gilt und wie du die Limits in deiner Formel liest.

Scent Inventory May 15, 2026 2 min read

Was ist IFRA Kategorie 4?

Wenn du dich schon einmal mit IFRA Richtlinien beschäftigt hast, bist du wahrscheinlich auf den Begriff Kategorie 4 gestoßen. Für jeden, der alkoholbasierte Parfüms entwickelt, gehört dieses Wissen zu den wichtigsten Grundlagen.

Die IFRA (International Fragrance Association) unterteilt parfümierte Produkte in verschiedene Kategorien – je nachdem, wie und wo sie auf den Körper aufgetragen werden. Da die Hautexposition je nach Produkttyp unterschiedlich ist, gelten auch unterschiedliche Sicherheitsgrenzen für einzelne Duftstoffe.

Kategorie 4 umfasst hydroalkoholische Feinparfüms, darunter:

  • Eau de Parfum (EdP)
  • Eau de Toilette (EdT)
  • Eau de Cologne (EdC)
  • Extrait de Parfum

Wenn du ein klassisches alkoholbasiertes Parfüm formulierst, ist Kategorie 4 fast immer die relevante IFRA-Kategorie.

Warum gibt es Grenzwerte?

Nicht jeder Duftstoff kann in beliebiger Konzentration eingesetzt werden. Einige Materialien sind zwar grundsätzlich sicher, können jedoch in höheren Mengen das Risiko unerwünschter Wirkungen erhöhen.

Deshalb legt die IFRA für bestimmte Rohstoffe Höchstkonzentrationen fest, um Risiken wie folgende zu minimieren:

  • Hautsensibilisierung (allergische Reaktionen)
  • Phototoxizität durch UV-Strahlung
  • Systemische Toxizität
  • Weitere wissenschaftlich bewertete Sicherheitsrisiken

Diese Grenzwerte basieren auf toxikologischen Untersuchungen und werden regelmäßig an den aktuellen Stand der Forschung angepasst. Sie sollen die Sicherheit von Endverbrauchern gewährleisten, ohne die kreative Arbeit von Parfümeuren unnötig einzuschränken.

Wie liest man ein IFRA-Limit?

Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass sich IFRA-Grenzwerte auf das Duftkonzentrat beziehen.

Das ist nicht der Fall. IFRA-Grenzwerte beziehen sich immer auf das fertige Endprodukt.

Beispiel:

  • Ein Rohstoff besitzt ein Kategorie-4-Limit von 2,0 %
  • Dein Parfüm enthält 20 % Duftkonzentrat

Das bedeutet, dass das fertige Parfüm maximal 2,0 % dieses Rohstoffs enthalten darf. Entscheidend ist also ausschließlich die Konzentration im Endprodukt – nicht die Konzentration innerhalb des Duftöls.

Dieser Unterschied ist entscheidend, um IFRA-konforme Formulierungen zu erstellen.

Warum ist das wichtig?

Wer den Unterschied zwischen Duftkonzentrat und Endprodukt nicht kennt, berechnet Grenzwerte häufig falsch. Dadurch können Formulierungen entstehen, die die IFRA-Empfehlungen überschreiten, obwohl das Konzentrat auf den ersten Blick korrekt erscheint.

Bereits während der Entwicklung die Kategorie-4-Grenzwerte zu berücksichtigen spart Zeit, verhindert Fehler und sorgt dafür, dass deine Formulierungen sowohl technisch als auch sicher aufgebaut sind.

In Scent Inventory

Scent Inventory nimmt dir einen Großteil dieser Arbeit ab.

Sobald du die CAS-Nummer eines Rohstoffs hinterlegst, wird – sofern verfügbar – automatisch das entsprechende IFRA-Kategorie-4-Limit ermittelt.

Zusätzlich zeigt dir der Formel-Editor sofort eine Warnung an, sobald ein Rohstoff seine empfohlene Höchstkonzentration überschreitet.

So kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren: kreative und technisch saubere Parfümformulierungen.

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